Baubiologische Elektroinstallation

Um die mögliche Wirkungen von technischen Feldern, Wellen und Strahlungen soweit wie möglich in Innenräumen zu reduzieren (Vorsorgeprinzip) wird zunehmend die baubiologische Elektroinstallation zur anerkannten Regel der Technik. Als ein innovatives Arbeitsgebiet ist die baubiologische Elektroinstallation komplett von der Innung für Elektro- und Informationstechnik übernommen worden (ELQ-Fachkongress Würzburg 2./3. März 2002).

Der Bundesverband Deutscher Baubiologen VDB e.V. veranstaltet zahlreiche Tagungen - EMV-Tagungen - zu diesem Thema.


Wesentliche Komponenten
  • Geschirmte Installationsleitungen mit separaten Schirmbeilaufdrähten
  • Verdrillte Adern
  • Geschirmte Unterputz- und Hohlraumdosen
  • Anschluß der Schirmleitungen an Erdpotential im Zähler-, bzw. Verteilkasten

    Vorteile

  • Im Idealfall fast vollständige Reduktion von niederfrequenten elektrischen Wechselfeldern.
  • Reduzierung auch von niederfrequenten magnetischen Wechselfeldern (Verdrillung).
  • Reduzierung der Störabstrahlung von PLC-Systemkomponenten ("Internet aus der Steckdose") in Verbindung mit geeigneten Filtersystemen.
  • Bei Verwendung von PVC (Polyvinylchlorid)- und halogenfreier Installationsware wird die Entstehung besonders aggressiver und gesundheitsgefährdender Brandgase durch elektrische Installations-kabel im Falle eines Brandes vermieden. Eventuelle Sanierungskosten fallen dann deutlich geringer aus.

Die Mehrkosten einer baubiologischen Elektroinstallation für ein Einfamilienhaus betragen ca. 2.000 bis 3.000 €.